Ein Kaminfeuer bietet Romantik und stimmungsvolle Momente. Im Gegensatz zum Kachelofen ist der Kamin vor allem ein optisches Vergnügen.
Nichts weckt mehr Emotionen in einem Wohnambiente als die Atmosphäre von einem Kaminfeuer. Neben der Bauweise des offenen Kamins werden heute immer mehr Kamine mit Glasscheiben vor der Kaminöffnung eingebaut. Dies ist sinnvoll, da dadurch nicht nur das Herausfallen von Glutstücken verhindert, sondern zugleich der Wirkungsgrad um ein Vielfaches erhöht wird.
Es gibt mehrere Kaminsysteme. Diese wären der offene Kamin, der Heizkamin, der Warmluftkamin und der Speicherkamin.
Warmluftkamin | Speicherkamin mit Nachheizkasten |
n/a | Dieser Kamin bietet Ihnen 6-8 Stunden Nachheizleistung |
Technik
Technik
Der offene Kamin:
Der offene Kamin bietet viel Romantik, aber vergleichsweise wenig Heizenergie. Es handelt sich vor allem um direkte Strahlungsenergie aus dem Feuerraum. Beachtenswert ist der Bedarf an Luft, die während des Heizens über die Kaminöffnung aus dem Raum gesaugt wird. Diese muss großzügig nachgeführt werden, um einen störungsfreien Betrieb zu sichern. Ebenso ist der Schornsteindruchmesser zum Anschluss eines offenen Kamins deutlich größer bemessen.
Der Heizkamin:
Der Heikamin ist eine mit einer Glaskeramikscheibe geschlossene Feuerstelle, die wesentlich weniger Verbrennungsluft aus dem Raum saugt. Dadurch wird auch der Wirkungsgrad deutlich erhöht. Der normale Heizkamin führt seine Heizgase aus dem Feuerraum direkt in den Schornstein, hat also keine weitere Nachheizfläche.
Der Warmluftkamin:
Der Warmluftkamin erzeugt eine hohe Warmluftleistung auf kleinster Grundfläche. Auf dem Kaminkörper wird zusätzlich ein "Kühlturm" mit Wärmetauscherrohren aufgesetzt, der die hohen Heizgastemperaturen abbaut und in Warmluft umsetzt. Damit wird der wirkungsgrad des Kaminsystems weiter gesteigert.
Der Speicherkamin:
Der Speicherkamin ist ein Heizkamin, der die noch im Heizgas steckende Energie durch eine Speichermasse führt und somit Strahlungswärme ähnlich dem Kachelofensystem bietet. Hierbei wird der größte Wirkungsgrad auch für Kamine erreicht.
Vorteile
Vorteile
Der offene Kamin:
- romantisch
- pure Feueratmosphäre
Der Heizkamin:
-
Der Warmluftkamin:
- hohe Warmluftleistung
Der Speicherkamin:
- sichtbaren Feuergenuss
- nachhaltige Wärmeabgabe
Wartung und Pflege
Wartung und Pflege
Ascheentleerung:
Nach längerem Brennen, zumindest einmal täglich, ist die Asche mit Hilfe eines Schürhakens durch den Rost
in den Aschekasten abzuführen und der Aschekasten zu entleeren.
Am günstigsten erfolgt dies morgens in relativ kaltem Zustand des Kamins. Achten Sie bitte darauf, dass der Aschekasten bei ca.
halber Füllung entleert wird, damit der Aschekegel nicht zu dicht an den Rost heranwächst. Falls der Rost im Aschenkegel
eingepackt ist, besteht die Gefahr, dass dieser durch Überhitzung Schaden nimmt, da keine Luft zur Kühlung an ihn herangeführt.
Achtung:
Vor Ascheentleerung bitte stets prüfen, ob keine Restglut in der Asche ist. Auch wenn die Asche kalt ist, können sich eventuell noch
Glutreste darin befinden und zu einem Brand im Abfallbehälter führen.
Holzasche kann kompostiert und als Dünger verwendet werden.
Reinigung und Pflege:
Mindestens einmal jährlich, im Bedarfsfall auch öfter, sollten Sie Ihren Kamin im kalten Zustand reinigen und pflegen. Dabei sollten
Sie die Ascheablagerungen im Rauchrohr sowie auf dem Deflektor beseitigen. Deflektor kann zum Reinigen entfernt werden. Bitte
setzen Sie ihn nach dem Reinigen sorgfältig an gleicher Stelle wieder ein. Zum Reinigen der Rauchgaszüge eignet sich sehr gut ein
Ascheabsauger mit Feinpartikelfilter. Verschmutzungen an der Sichtfensterscheibe entfernen Sie am besten mit Wasser und Seife
oder anderen haushaltsüblichen Putzmitteln (keine Reinigungsmittel mit Scheuerwirkung verwenden, da sonst das Glas durch
Kratzer beschädigt wird).
Zubehör
Zubehör
- Kamineinsätze
- Glasscheibe
- Kaminbestecke
- Funkenschutzgitter
- Blasebalg
